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Website testen: 10 Punkte, die Ihre Unternehmenswebsite bestehen sollte

Browserfenster mit Prüfergebnis und Lupe – Symbol für einen Website-Test
Titelbild: mit KI erstellte Illustration

Kurz gesagt: Ob eine Website funktioniert, zeigt sich nicht daran, ob sie Ihnen gefällt, sondern daran, ob Besucher schnell verstehen, was Sie anbieten, und dann Kontakt aufnehmen. Dafür muss sie schnell laden, von Google und KI-Systemen gelesen werden können, sicher und datenschutzkonform sein und eine klare Botschaft haben. Die zehn Punkte unten können Sie selbst prüfen. Schneller geht es mit unserem kostenlosen Website-Check: Domain eingeben, nach rund einer Minute steht das Ergebnis.

Warum sich ein Website-Test lohnt

Die meisten Unternehmenswebsites werden einmal gebaut und dann jahrelang kaum angefasst. In dieser Zeit ändert sich viel: Google bewertet Ladezeiten strenger, Browser warnen bei veralteter Verschlüsselung, Datenschutzbehörden schauen genauer auf Cookie-Banner und eingebundene Dienste, und immer mehr Menschen fragen ChatGPT statt Google.

Das Tückische: Von innen sieht man die Probleme selten. Auf dem eigenen Büro-Rechner mit schnellem Internet lädt die Seite flott, die Texte kennt man auswendig. Ein Interessent am Handy, unterwegs im Mobilfunknetz, erlebt dieselbe Seite ganz anders.

Ein Test bringt diesen Blick von außen zurück. Er zeigt, wo Ihre Website heute steht, und vor allem, an welchen Stellen sie Anfragen verschenkt.

Die 10 Prüfpunkte im Überblick

Die folgenden Punkte decken alles ab, was eine Unternehmenswebsite heute leisten sollte: von der Technik über rechtliche Fragen bis zur Wirkung auf Besucher. Zu jedem Punkt finden Sie Richtwerte und kostenlose Werkzeuge, mit denen Sie selbst nachsehen können.

1. Ladezeit auf dem Handy

Mehr als die Hälfte aller Seitenaufrufe kommt vom Smartphone. Wer dort mehrere Sekunden auf eine weiße Seite schaut, ist schnell wieder weg.

Google misst die Ladeerfahrung mit den Core Web Vitals. Diese Grenzwerte sollten Sie kennen:

  • LCP (Largest Contentful Paint): unter 2,5 Sekunden. So lange dauert es, bis der größte sichtbare Inhalt, meist das Titelbild, geladen ist.
  • INP (Interaction to Next Paint): unter 200 Millisekunden. So schnell reagiert die Seite, wenn jemand tippt oder klickt.
  • CLS (Cumulative Layout Shift): unter 0,1. Ein Maß dafür, wie stark Inhalte beim Laden noch verrutschen.

So prüfen Sie es: Geben Sie Ihre Adresse bei PageSpeed Insights ein und schauen Sie zuerst auf den Reiter „Mobil“. Die Desktop-Werte sehen fast immer besser aus.

Website-Check, Bereich Technik und Ladezeit: Performance-Score, LCP, INP und CLS für Mobilgeräte mit Befunden zu Bildgröße und Skripten
So zeigt unser Website-Check die Core Web Vitals, hier mit Beispieldaten einer fiktiven Tischlerei.

2. Technik und Seitengewicht

Langsame Seiten haben meist dieselben Ursachen: zu große Bilder, zu viele Skripte und Plugins, die schon geladen sein müssen, bevor überhaupt etwas zu sehen ist.

Achten Sie auf diese Punkte:

  • Bilder: Ein Titelbild braucht selten mehr als 200 bis 300 KB. Moderne Formate wie WebP oder AVIF sparen gegenüber JPG und PNG oft die Hälfte.
  • Gesamtgewicht: Eine Startseite mit mehreren Megabyte ist zu schwer. Gute Seiten kommen mit deutlich unter 2 MB aus.
  • Blockierende Dateien: Jedes Skript und jede Schriftdatei, die vor der Anzeige geladen werden muss, verzögert den Seitenaufbau.

3. Sicherheit: SSL, Header und Software

Das Schloss in der Adresszeile ist heute Pflicht. Ohne gültiges SSL-Zertifikat warnen Browser Ihre Besucher deutlich, und Kontaktformulare übertragen Daten unverschlüsselt.

Darüber hinaus lohnt der Blick auf:

  • Weiterleitung: Ruft man Ihre Seite mit http:// auf, sollte sie automatisch auf https:// umleiten.
  • Security-Header: Zusätzliche Anweisungen an den Browser, die bestimmte Angriffe erschweren. Ob sie gesetzt sind, zeigt securityheaders.com.
  • Aktuelle Software: Veraltete WordPress-, Plugin- oder PHP-Versionen gehören zu den häufigsten Einfallstoren für Angreifer.

Hier passieren die meisten Fehler, oft ohne dass der Website-Betreiber davon weiß. Ein Theme lädt Google Fonts direkt von Google-Servern, ein Kartenmodul überträgt beim Seitenaufruf IP-Adressen in die USA, ein Analyse-Tool setzt Cookies, bevor jemand zugestimmt hat.

Prüfen Sie:

  • Lädt die Seite vor der Einwilligung Dienste von Drittanbietern? Im Browser zeigen die Entwicklertools (Taste F12, Reiter „Netzwerk“), welche Server beim Aufruf kontaktiert werden.
  • Werden Schriften lokal ausgeliefert? Google Fonts lassen sich problemlos auf dem eigenen Server ablegen.
  • Passt die Datenschutzerklärung zu dem, was die Seite tatsächlich tut?

Wie sich etwa Google-Bewertungen ohne Datenübertragung an Google einbinden lassen, erklären wir in unserem Artikel Google-Bewertungen DSGVO-konform einbinden.

5. Barrierefreiheit

Eine barrierearme Website ist für alle angenehmer: gut lesbare Kontraste, verständliche Texte, Bedienung auch ohne Maus. Seit Juni 2025 gilt zudem das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das viele Online-Angebote für Verbraucher betrifft, etwa Onlineshops und Buchungsstrecken.

Einfache Prüfpunkte:

  • Kontrast: Grauer Text auf weißem Grund ist oft schwerer lesbar, als man denkt.
  • Alt-Texte: Jedes inhaltlich wichtige Bild braucht eine kurze Beschreibung für Screenreader.
  • Tastatur: Kommen Sie nur mit der Tab-Taste durch Menü und Kontaktformular?

Ein guter Einstieg ist der kostenlose Prüfer WAVE.

6. SEO-Grundlagen

Damit Google versteht, worum es auf einer Seite geht, braucht es saubere Grundlagen:

  • Title: Jede Seite hat einen eigenen Seitentitel, höchstens rund 60 Zeichen lang, mit dem wichtigsten Suchbegriff vorne.
  • Meta-Description: Ein kurzer Vorschautext (bis etwa 155 Zeichen), der in den Suchergebnissen zum Klicken einlädt. Fehlt er, wählt Google selbst einen Textausschnitt.
  • Strukturierte Daten: Angaben nach Schema.org, zum Beispiel LocalBusiness mit Adresse und Öffnungszeiten, helfen Suchmaschinen beim Einordnen.

Ob Google Ihre Seiten überhaupt im Index hat, zeigt die kostenlose Google Search Console.

7. Struktur und Überschriften

Besucher lesen selten, sie überfliegen. Eine klare Gliederung hilft ihnen dabei und gleichzeitig Suchmaschinen:

  • Genau eine Hauptüberschrift (H1) pro Seite, darunter logisch gestaffelte Zwischenüberschriften.
  • Genug Text: Eine Startseite, die nur aus Bildern und Schlagworten besteht, gibt Google wenig, woran es sich orientieren kann.
  • Echter Text statt Text im Bild: Was in einer Grafik steht, können weder Suchmaschinen noch Screenreader lesen.

8. Sichtbarkeit für KI-Systeme

Immer mehr Menschen suchen nicht mehr über Google, sondern fragen ChatGPT, Gemini oder Claude: „Welche Tischlerei in Mülheim macht Einbauschränke?“ Diese Systeme können Ihr Unternehmen nur empfehlen, wenn sie Ihre Seite lesen und verstehen können.

Dafür zählt vor allem:

  • Inhalte als echter Text im HTML, nicht erst per JavaScript nachgeladen.
  • Klare Angaben zu Leistungen, Region und Kontaktdaten, idealerweise auch als strukturierte Daten.
  • Kein Ausschluss in der robots.txt: Manche Seiten sperren KI-Crawler, ohne dass es dem Betreiber bewusst ist.
Website-Check, Bereich Sichtbarkeit für KI-Systeme: Zugriff von ChatGPT, Claude, Perplexity und Gemini laut robots.txt und Befunde zur Lesbarkeit
Der Check zeigt, welche KI-Crawler Ihre Seite lesen dürfen und was eine KI über Ihr Unternehmen weiß (Beispieldaten).

9. Botschaft: Versteht man in fünf Sekunden, was Sie anbieten?

Machen Sie einen einfachen Test: Zeigen Sie Ihre Startseite fünf Sekunden lang jemandem, der Ihr Unternehmen nicht kennt. Danach soll die Person drei Fragen beantworten:

  1. Was bietet dieses Unternehmen an?
  2. Für wen?
  3. Was soll ich als Nächstes tun?

Kann sie das nicht, liegt das Problem meist im oberen Bereich der Seite. Ein Slogan wie „Qualität aus Leidenschaft“ klingt gut, sagt aber nichts. „Einbauschränke und Innenausbau nach Maß in Mülheim und Umgebung“ beantwortet zwei der drei Fragen auf einen Blick.

10. Conversion: Wie leicht wird aus einem Besucher eine Anfrage?

Die schönste Website bringt nichts, wenn Interessenten nicht wissen, wie sie Kontakt aufnehmen sollen. Prüfen Sie:

  • Ein klarer Handlungsaufruf (Call-to-Action) ist ohne Scrollen sichtbar, etwa „Angebot anfragen“ oder „Termin buchen“.
  • Mehrere Kontaktwege: Telefonnummer zum Antippen, E-Mail, kurzes Formular.
  • Vertrauen: Kundenstimmen, Bewertungen, Referenzen, Gütesiegel und echte Fotos statt Stockbildern.
  • Kurze Formulare: Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen.

Website kostenlos testen mit dem netzw3rk-Website-Check

Alle zehn Punkte selbst durchzugehen dauert eine Weile, und manches lässt sich ohne Fachwissen schwer beurteilen. Deshalb haben wir einen eigenen Website-Check entwickelt, der Ihre Startseite in sechs Bereichen prüft:

Startseite des netzw3rk-Website-Checks mit Eingabefeld für die Domain und den geprüften Bereichen
Domain eingeben, Check starten: Mehr braucht es nicht.
  • Technik und Ladezeit: gemessen mit Google PageSpeed Insights unter realistischen Mobilfunk-Bedingungen, inklusive Core Web Vitals für Handy und Desktop
  • Struktur und SEO: Title, Meta-Description, Überschriften, strukturierte Daten
  • Sicherheit und Datenschutz: SSL, Security-Header, Software-Versionen, Cookie-Banner, Tracking und externe Schriften
  • Barrierefreiheit: Kontraste, Alt-Texte, Lesbarkeit
  • Sichtbarkeit für KI-Systeme: Können ChatGPT, Gemini und Claude Ihre Seite lesen?
  • Botschaft und Conversion: Wird oben klar, was Sie anbieten? Gibt es klare Handlungsaufrufe und Vertrauenssignale?

So funktioniert es: Domain eingeben, rund eine Minute warten, fertig. Sie brauchen keine Anmeldung, und der Check ist kostenlos. Sie sehen sofort einen Gesamtscore, Ihre Stärken und die Punkte mit dem größten Handlungsbedarf. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die komplette Auswertung mit allen Befunden, Messwerten und Screenshots als PDF per E-Mail.

Ergebnisübersicht des Website-Checks mit Gesamtscore 55 von 100 und Einzelwerten für sechs Bereiche
Gesamtscore und alle sechs Bereiche auf einen Blick (Beispieldaten).

Geprüft wird die Startseite, denn dort entscheidet sich bei den meisten Besuchern, ob sie bleiben oder gehen.

Und nach dem Test?

Manche Befunde lassen sich in wenigen Minuten beheben: eine fehlende Meta-Description ergänzen, ein zu großes Titelbild verkleinern, ein veraltetes Plugin aktualisieren. Andere, etwa eine unklare Botschaft oder eine grundsätzlich langsame Technik, sind eher ein Zeichen, dass die Website in die Jahre gekommen ist.

Sie möchten das Ergebnis gemeinsam durchgehen? Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch. Wir sagen Ihnen ehrlich, was sich mit kleinen Anpassungen verbessern lässt und wann sich ein Neustart mehr lohnt.

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