etracker ist eine Web-Analyse-Software entwickelt in Hamburg, die Ihnen zeigt, wer Ihre Website besucht, woher die Leute kommen und was sie dort tun. Die Aufgabe ist dieselbe wie bei Google Analytics – nur mit dem Unterschied, dass etracker DSGVO-konform ist und ohne Cookie-Banner auskommt. Zudem findet bei etracker keine Hochrechnung der Daten statt. Jeder Besuch wird erfasst und ausgewertet. Alle Daten bleiben in Deutschland. Genau deshalb setzen wir bei netzw3rk darauf, für uns selbst und für unsere Kunden.
Wer von Google Analytics umsteigt oder die etracker App zum ersten mal nutzt, steht aber erst mal vor neuen Begriffen. Die Zahlen sind ähnlich, heißen aber oft anders, und manche Kennzahl bedeutet etwas anderes, als der Name vermuten lässt. In diesem Beitrag gehen wir die Kennzahlen durch, die Sie im Alltag wirklich brauchen, und sagen dazu, was sich daraus ablesen lässt.
Besucher und Besuche – nicht dasselbe
Diese beiden Begriffe werden am häufigsten verwechselt.
Ein Besucher ist eine einzelne Person bzw. ein einzelnes Gerät. In Google Analytics heißt das „Nutzer”. Ein Besuch (in etracker auch Session) ist ein zusammenhängender Aufenthalt auf Ihrer Website. Er endet, wenn jemand den Browser schließt oder 30 Minuten lang nichts mehr tut.
Der Unterschied ist praktisch relevant: Eine Person kann an einem Tag dreimal vorbeischauen – das sind drei Besuche, aber ein Besucher. Für die meisten Auswertungen sind die Besuche die ehrlichere Größe, weil die Wiedererkennung einzelner Besucher datenschutzbedingt begrenzt ist. Ohne Einwilligung darf etracker mehrere Besuche nur innerhalb desselben Tages einer Person zuordnen. Heißt: Die Zahl der „Besucher” sollten Sie eher als Orientierung lesen, nicht als exakten Wert.
Die Wiedererkennung der Besucher ist nur mit Cookie-Einwilligung möglich. In den meisten Fällen wiegt der Gewinn cookiefreier Daten schwerer als der Verlust der Wiedererkennung (Ausnahme E‑Commerce). Es gibt jedoch einen Weg in den Genuss beider Vorteile zu kommen: Wir empfehlen hier eine hybride Tracking-Methode. So wird jeder Besuch gezählt und bei Einwilligung im Consent-Banner kann der User sogar wiedererkannt werden.
Seitenaufrufe und Seitenaufrufe pro Besuch
Seitenaufrufe (in Google Analytics: Page Impressions) zählen schlicht, wie oft Seiten geladen wurden. Allein sagt das wenig.
Interessanter ist Seitenaufrufe pro Besuch: die durchschnittliche Anzahl Seiten, die jemand pro Besuch ansieht. Sehen sich Leute mehrere Seiten an, finden sie offenbar etwas, das sie weiter Klicken lässt. Ein niedriger Wert ist nicht automatisch schlecht – bei einer Landingpage, die genau eine Sache erledigen soll, ist er sogar normal. Schauen Sie sich den Wert deshalb nie isoliert an, sondern zusammen mit dem Ziel der jeweiligen Seite.
Verweildauer (Zeit im Besuch)
Die Verweildauer misst, wie lange jemand im Schnitt auf der Website bleibt. Lange Verweildauer wird gern als gutes Zeichen gewertet, und oft stimmt das auch – die Inhalte fesseln. Sie kann aber genauso bedeuten, dass jemand sucht und nicht findet. Auch hier gilt: im Zusammenhang lesen, etwa zusammen mit den Seitenaufrufen pro Besuch.
Bounce Rate (Absprungrate)
Die Bounce Rate ist der Anteil der Besuche, bei denen nur eine einzige Seite aufgerufen wurde. Formel: Einzelseiten-Besuche geteilt durch alle Besuche, mal 100. Bei 1.000 Besuchen und 400 davon mit nur einer Seite liegt die Absprungrate bei 40 %.
Eine hohe Absprungrate kann ein Warnsignal sein – die Seite lädt langsam, der Inhalt passt nicht zur Erwartung, die Navigation führt ins Leere. Sie muss es aber nicht. Bei einem Blogartikel, der die Frage des Lesers vollständig beantwortet, ist ein Absprung völlig in Ordnung. Spannend wird die Kennzahl, wenn Sie sie nach Medium und Gerätetyp aufschlüsseln: Springen mobile Besucher deutlich häufiger ab, liegt das Problem meist bei der mobilen Darstellung.
Wie Aussagekräftig die Bounce Rate wirklich ist verrät oftmals die Verweildauer. Schaut man sich diese beiden KPIs zusammen an, sind detaillierte Rückschlüsse möglich.
Conversion-Rate
Die Conversion-Rate ist der Anteil der Besuche, in denen eine gewünschte Aktion passiert – ein Kauf, ein ausgefülltes Formular, eine Newsletter-Anmeldung. Formel: Besuche mit Conversion geteilt durch alle Besuche, mal 100.
Man unterscheidet Micro Conversions (Zwischenschritte wie ein Klick auf „Mehr erfahren”) und Macro Conversions (das eigentliche Ziel, etwa der Kauf). Gerade bei längeren Entscheidungswegen helfen die Micro Conversions, früh zu erkennen, ob der Traffic überhaupt zur Zielgruppe passt.
Ein Punkt, der oft falsch verstanden wird: Eine sinkende Conversion-Rate ist nicht zwangsläufig schlecht. Wenn Sie gerade viele neue Besucher über Kampagnen anziehen, die Ihre Marke erst kennenlernen, drückt das die Rate – obwohl die Kampagne ihren Zweck erfüllt.
Das Medium – woher Ihre Besucher kommen
Der Report Medium beantwortet die wichtigste Marketing-Frage überhaupt: Über welchen Kanal sind die Leute zu Ihnen gekommen? etracker ordnet jeden Einstieg automatisch einem Medium zu – anhand der Herkunfts-URL und eventueller Kampagnen-Parameter. Diese Zuordnung ist die Basis für fast jede sinnvolle Auswertung. Die wichtigsten Medien und was sie über Sie verraten:
Type-In (Direkt) – alle Zugriffe ohne erkennbare Herkunft. Klassisch: Jemand tippt Ihre Adresse direkt ein oder ruft ein Lesezeichen auf. Das ist ein Indikator für Markenbekanntheit – diese Leute kennen Sie schon. Eine Einschränkung gehört aber dazu: Moderne Browser unterdrücken aus Datenschutzgründen häufig die Herkunftsinformation, und auch Klicks aus E‑Mails, Newslettern oder Messenger-Apps landen oft hier. Ein hoher Type-In-Anteil ist deshalb normal und sollte mit etwas Vorsicht gelesen werden.
SEO – organischer Traffic aus Suchmaschinen. Beispiel: Jemand googelt „Webagentur Mülheim” und klickt auf Ihren unbezahlten Treffer. Das ist der Spiegel Ihrer Sichtbarkeit bei Google – steigt SEO, greift Ihre Suchmaschinenoptimierung. Ein Kanal, den man sich erarbeiten muss, der dafür aber nachhaltig liefert.
SEA – bezahlte Suchanzeigen, etwa Google Ads. Beispiel: Derselbe Suchende klickt nicht auf den organischen Treffer, sondern auf die Anzeige mit dem „Gesponsert”-Hinweis darüber. Damit etracker diesen Traffic sauber von SEO trennen kann, müssen die Anzeigen-Links mit Tracking-Parametern versehen sein. Hier sehen Sie direkt, was Ihr Werbebudget in der Suche bringt.
Social Media – Einstiege über soziale Netzwerke (etracker erkennt sie über eine hinterlegte Liste). Beispiel: Sie posten einen neuen Blogartikel auf LinkedIn, und jemand klickt aus dem Beitrag heraus auf Ihre Seite. Zeigt, ob Ihre Inhalte auf LinkedIn, Instagram & Co. tatsächlich Leute auf die Website bringen – oder nur Likes sammeln.
Link/Referrer – Besucher, die über einen Link von einer anderen Website kommen, die weder Suchmaschine noch soziales Netzwerk ist. Beispiel: Ein Fachportal verlinkt in einem Artikel auf Sie, oder Sie stehen in einem Branchenverzeichnis und jemand klickt sich durch. Das sind Empfehlungen und Verweise: Backlinks, Presseartikel, Branchenverzeichnisse, Partnerseiten. Ein guter Gradmesser für Ihre Reichweite jenseits der eigenen Kanäle.
AI – ein noch junges, aber schnell wachsendes Medium: Aufrufe aus KI-Tools wie ChatGPT, Perplexity, Copilot, Gemini oder Grok. Beispiel: Jemand fragt ChatGPT nach “Premium Garagentoranlage”, bekommt Sie als Empfehlung genannt und klickt auf den Link in der Antwort. Hier wird sichtbar, ob Ihre Marke in den Antworten der KI-Assistenten auftaucht. Genau das ist das Feld, das wir mit GEO (Generative Engine Optimization) bearbeiten – die logische Ergänzung zu klassischem SEO.
Übrigens lassen sich diese Standard-Medien in etracker zu eigenen Kanälen gruppieren, wenn Sie eine andere Logik bevorzugen. Und über Kampagnen-Parameter (eigene oder UTM) übersteuern Sie die automatische Zuordnung gezielt – sinnvoll etwa, um Newsletter-Klicks nicht im Type-In zu verlieren.
Wenn es genauer werden soll: Zielprozesse und Attribution
Für alles, was über die Standard-Kennzahlen hinausgeht, hat etracker zwei Werkzeuge, die im Alltag viel bringen.
Zielprozesse (Funnel) bilden mehrstufige Abläufe ab – einen Bestellprozess, eine Formularstrecke, eine Anmeldung. Sie sehen Schritt für Schritt, wo Besucher aussteigen (Abbrecher) und wo sie durchkommen (Zielerreicher). So finden Sie die eine Stelle, an der die meisten verloren gehen, statt im Dunkeln zu optimieren.
Attribution klärt, welcher Kanal eine Conversion bekommt, wenn jemand über mehrere Wege zu Ihnen kam. etracker bietet verschiedene Modelle: Last Ad schreibt den Erfolg dem letzten Kontakt zu, First Ad dem ersten, Linear verteilt gleichmäßig, Position gewichtet Anfang und Ende stärker. Welches Modell passt, hängt von Ihrem Geschäft ab – und genau hier lohnt sich ein Gespräch, weil die Wahl Ihre ganze Erfolgsbewertung beeinflusst.
Häufige Fragen zu etracker
Was ist etracker Analytics? etracker ist eine Web-Analyse-Software aus Hamburg, die es seit dem Jahr 2000 gibt. Sie zeigt Ihnen, wer Ihre Website besucht, woher die Leute kommen und was sie dort tun. Im Prinzip die gleiche Aufgabe wie Google Analytics – nur mit dem Schwerpunkt Datenschutz und einem Serverstandort in Deutschland.
Braucht man für etracker einen Cookie-Banner? Im Standardmodus nicht. etracker arbeitet session-basiert ohne Cookies und ist in dieser Variante einwilligungsfrei nutzbar – das hat ein unabhängiges Audit bestätigt. Für Sie heißt das: kein nerviger Banner und trotzdem belastbare Zahlen, weil Sie nahezu alle Besucher erfassen statt nur die, die einem Banner zustimmen.
Was ist der Unterschied zwischen etracker und Google Analytics? Inhaltlich messen beide Ähnliches, die Begriffe weichen aber ab: Was bei Google „Sitzungen” heißt, sind in etracker Besuche, „Nutzer” sind Besucher, „Page Impressions” sind Seitenaufrufe. Der eigentliche Unterschied liegt im Datenschutz – Daten in Deutschland, ohne Cookie-Zwang. Google Analytics ist zwar kostenlos, sein Einsatz in der EU ist datenschutzrechtlich aber umstritten.
Was bedeutet „Type-In” in etracker? Type-In sind Direktzugriffe ohne erkennbare Herkunft – jemand tippt Ihre Adresse ein oder nutzt ein Lesezeichen. Das spricht für Markenbekanntheit. Weil moderne Browser die Herkunft oft unterdrücken und auch Klicks aus E‑Mails hier landen, ist ein hoher Type-In-Wert normal und sollte mit etwas Vorsicht gelesen werden.
Was kostet etracker? Die ersten 30 Tage sind kostenlos und unverbindlich. Danach richtet sich der Preis nach dem Datenvolumen Ihrer Website. Bevor Sie selbst ein Konto eröffnen: Lassen Sie die Testphase am besten direkt von uns einrichten. So ist das Tracking von Tag eins an sauber aufgesetzt, die richtige Edition gewählt und Sie verlieren keine wertvollen Testtage mit der Konfiguration. Jetzt etracker über netzw3rk starten
Lässt sich etracker in WordPress einbinden? Ja, problemlos. etracker wird über einen kleinen Tracking-Code im Seitenkopf oder per Plugin eingebunden. Wir übernehmen die Einrichtung für Sie – inklusive eigener Trackingdomain, damit möglichst kein Besucher verloren geht.
etracker über netzw3rk
Wir sind zertifizierter etracker-Partner und richten das Tracking für unsere Kunden komplett ein – von der Einbindung über die eigene Trackingdomain bis zu sinnvoll definierten Zielen und Reports. Der Reiz von etracker liegt für uns auf der Hand: DSGVO-konform, Server in Deutschland, und durch das session-basierte Tracking ohne Cookie-Banner. Heißt für Sie, dass Sie auch ohne Einwilligung belastbare Zahlen bekommen, statt nur einen Bruchteil Ihrer Besucher zu sehen.
Wenn Sie etracker testen oder von Google Analytics umsteigen möchten, sprechen Sie uns an. Über uns als Partner kommen Sie unkompliziert an einen Zugang – und an jemanden, der die Reports von Anfang an richtig aufsetzt.
